Kunstflug

Was ist eigentlich Kunstflug?
 
Die Antwort hängt davon ab, ob man als Zuschauer am Boden steht oder selbst diesen Sport ausübt und im Cockpit sitzt. Für den flugbegeisterten Zuschauer mag vielleicht der Eindruck enstehen, dass die Kunstflugpiloten leicht verrückte Hassadeure sind, die mit ihren Flugzeugen unkontrolliert durch den Himmel purzeln und womöglich dabei Kopf und Kragen riskieren.
 
Die aktiven Piloten verbinden mit dieser Art des Fliegens Dinge wie Kreativität, Dynamik, Präzision, Körperbeherrschung, Disziplin, Adrenalin und vieles mehr. Im Wesentlichen besteht die Kunst darin, aus den Grundelementen des Kunstfluges wie zum Beispiel Linien, Winkel, Rollen, Loop, Trudeln und Turn eine Kombination dieser Einzelfiguren miteinander zunächst zu planen und dann später auch zu fliegen. Nach dem zur Zeit gültigen Figurenkatalog gibt es etwas über 500 mögliche Figuren.
 
Die Leistungsmerkmale des Flugzeuges,das eigene fliegerische Können, die Ein - und Ausgangsgeschwindigkeiten bei den einzelnen Figuren müssen so kombiniert werden, dass der Flug dann auch noch in einen räumlichen Bereich am Himmel passt. Das ist im Wettbewerb die genau abgesteckte Kunstflugbox in Form eines Würfels mit einer Kantenlänge von 1000 Meter oder bei einer Luftfahrtveranstaltung der festgelegte Vorführraum gegenüber der Zuschauerlinie. Harmonie, Figurenvielfalt, Raumeinteilung, Windeinfluss müssen in den Programmen ebenso Berücksichtigung finden wie Mindest - und Höchstgeschwindigkeiten und die G-Belastung,die auf den Piloten und sein Flugzeug wirken.
 
Das alles findet bei der Entwicklung eines Programms zunächst im Kopf statt und wird anschließend mit einer besonderen Symbolschrift zu Papier gebracht. Dann geht es dran, die Papierversion “herunterzufliegen”. Da dieser Sport zeitweise bei Geschwindigkeiten um die 300 km/h-Marke stattfindet, bleiben häufig nur zehntel Sekunden, um nochmals auf den Programmzettel zu schauen. Deshalb wird das fliegende Programm vor dem Start mental intensiv einstudiert bis es möglichst verinnerlicht ist, so dass die ganze Aufmerksamkeit im Flug für die optimale Präsentation eingesetzt werden kann.
 
Der Synchron - Kunstflug bedeutet dann nochmals eine Steigerung. Hierbei spielen menschliche Faktoren eine zusätzliche Rolle. Gegenseitiges Vertrauen der Teammitglieder zählen zu den Hauptgrundlagen, denn bei hohen Geschwindigkeiten und geringen Abständen müssen sie sich blind aufeinander verlassen können. In jeder Phase des Programms gibt es einen führenden Piloten, den Leader, der die Komandos zu den einzelnen Flugmanövern gibt. Der zweite Pilot, der Wingman, folgt seinem Leader stets blind.
Quelle : OldinPrawda
 
Heute ist es so, dass die Kunstflug-Berechtigung zwar nicht Pflicht für Piloten ist, dafür aber mehr Sicherheit und ein besseres Gefühl für das Fliegen gibt. Da mit ist es dem Kunstflieger vielleicht möglich, ungewöhnliche Situationen besser zu meistern als ein Pilot, der nur “gradeaus“ Fliegen kann.
 
Um unserer Airshow auch den perfekten optischen Eindruck zu verleihen, benutzen wir eine höchst zuverlässige Rauchanlage. Dabei wird ein Rauchmittel in die beiden Auspuffe eingespritzt. Durch die hohe Abgastemperatur wird das Rauchmittel sofort und flammenlos in Rauch umgewandelt. Je nach Rauchmittel entsteht mehr oder weniger solider weißer Rauch. Bei Verwendung des richtigen Rauchmittels entsteht ein blendend weißer und lange stehen bleibender Rauchstreifen. So ist es dem Zuschauer leicht möglich die Flugbahn und die Bewegungen meiner Siai in der Luft mitzuverfolgen.
 
Sehr wichtig für uns ist auch, dass durch den Rauch keine Umweltbelastung entsteht und dass das Rauchmittel auch von der Rauchanlage schadlos verarbeitet werden kann. Ebenfalls sollen die Überreste des Rauchmittels nicht das Flugzeug beschädigen. Aus diesen Aspekten heraus ist die Wahl des Rauchmittels für uns kritisch.
 
Der Loop
Eintrittsgeschwindigkeit (ca.280kmh) liegt an, den Knüppel stetig ziehen, die Fliehkräfte bauen sich auf (3 bis 4 G) beim Durchgang durch die Senkrechte etwas mit dem Seitenruder stützen und schon steht die Erde Kopf. Den Knüppel etwas nach lassen und es geht fast schwerelos wieder nach unten. Jetzt noch einmal den Knüppel anziehen und schon geht es wieder gerade aus als wenn nichts gewesen wäre.
 
Die Rolle
Horizontalflug, den Knüppel ins Eck und schon dreht sich die Welt um dich. Hohes Seitenruder treten und in der Rückenfluglage etwas nachdrücken, das war’s, In nur 2 Sekunden eine ganze Umdrehung.
 
Der Turn
Mit High-Speed den Knüppel durchziehen. Jetzt geht es senkrecht nach oben, so lange bis die Siai still steht. Und nun wird die Maschine mit einem Tritt ins Seitenruder wieder Richtung Erde gedreht. Senkrecht nach unten, 1,2,3 Sekunden und dann mit kräftigem Zug am Knüppel und dem 5-fachen des eigenen Gewichtes wieder in die Horizontale.
 
Dann z.B. eine Kombination aus Loop und halber Rolle und schon geht’s weiter aus der Richtung, aus der wir gekommen sind...
 
.....Lust bekommen ? Ich nehme Sie mit und zusammen drehe wir die Erde um Ihren Bauchnabel. Ich garantiere Ihnen ein unvergessliches Erlebnis!

Zu einem Rundflug der besonderen Art nehmen Sie mit mir Kontakt auf...
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